Von Itzehoe über Wittbek nach Bredstedt und zum "Deichgraf" an der Arlau-Schleuse

Erstklassiges Wetter, Frühstück bei Mercedes, Zapfsäulen in Hülle und Fülle, Oldtimer im Stall, die sich ihr "Ego" bewahrt haben, ein Deichgraf und "Navi´s" am Ende ihre Weisheit
Unsere dritte Ausfahrt war voll von "Highlights". Ein Höhepunkt folgte dem andern.
Diesmal reisten fünf Fahrzeuge mit insgesamt neun Personen an. Es hatten zwar auch noch Dirk, Jens, Kristian und Marcus zugesagt, aber die ersten drei waren leider beruflich verhindert. Bei Marcus war die Hundesitterin kurzfristig erkrankt. Die Kennzeichen-Palette zeigte diesmal HEI (Heide), IZ (Itzehoe), PI (Pinneberg), PLÖ (Plön) und RZ (Ratzeburg).
Treffpunkt war diesmal das Mercedes-Autohaus Süverkrüp + Ahrendt in Itzehoe. Wir wurden herzlich von Herrn Jörg Schwiontek und seinem Team empfangen. Uns wurde ein gar fürstliches Frühstück mit frischen Brötchen, belegt mit vielen Leckereien, und heissem Kaffee serviert. Es wurden nette und interessante "Benzin-Gespräche" geführt, Walter überlegte kurz, ob er sein Auto gegen das E-Klasse Cabrio eintauschen soll und Ingo bekam den von Ruth gestifteten und von mir weiter entwickelten Wanderpokal für den "Letzten".
Es wurden die ersten Kaffeebecher mit beiden Logo´s an die Vereinigungsmitglieder ausgegeben. Als Dank für überaus freundliche Einladung habe ich dann Herrn Schwiontek zwei unserer Becher, die, die nur das MB Vereinigung Schleswig-Holstein Logo tragen, überreicht. Ich möchte auch nicht verschweigen, dass der gute Mann extra unseretwegen seinen wohlverdienten Urlaub um einen Tag verschoben hat. Noch mal herzlichen Dank, auch an Familie Schwiontek.
Gegen 12 Uhr machten wir uns dann wieder auf den Weg. Ziel war das kleine Dorf Wittbek. Mit einer kurzen Verschnauf- und Rauchpause in Potsdam, (richtig: 24848 Potsdam Gem. Klein Bennebek), erreichten wir dann den Hof von Adolf Trede in Osterwittbekfeld.
Herr Trede sammelt, hegt und pflegt und restauriert seit gut 12 Jahren Zapfsäulen. Und er hat auf seinem Gelände ein beschauliches Museum eingerichtet. Tanksäulen aus verschiedenen Epochen und Ländern, von ganz alt, noch mit Handpumpe und Glaszylindern, bis hin zu halb- und vollautomatisch. Benzinmarken, von denen ich noch nie etwas gehört habe. Dazu alles an Zubehör, was sich so denken kann, vom Luftprüfer bis zum Batterietester. Einfüllstutzen, Vorglühapparaturen, Spritztüten (Feuerlöscher), sowie eine unzählige Menge an Werbe-Emaille-Schildern. Doch damit nicht genug. In einer weiteren Garage steht unteranderem noch ein Ford T, auch bekannt unter dem Namen Tin Lizzy. Selbstverständlich mit Holz-Speichen-Rädern und wie alles bei Herrn Trede, voll funktionstüchtig und fahrbereit. Hier leuchteten wirklich bei allen von uns die Augen. Mancheiner wollte gar nicht wieder weg. Und Gabriele, die hätte den handzahmen "Kampfhahn" am liebsten mitgenommen. Natürlich bekam Herr Trede auch einen Kaffeebecher mit unserem Logo.
Die nächste Etappe hiess dann Bredstedt. Genauer: Herr Karl-Peter Nielsen und seine "Oldtimer im Stall". Hier sind verschiedene DKW Schnelllaster, Auto Union Pkw´s, div. Motorräder und der vermutlich einzige EGO 4/14 (Baujahr 1922) in Deutschland ausgestellt. Die Fahrzeuge sind alle samt liebevoll von Herrn Nielsen restauriert worden. Ich brauche ja wohl nicht extra zu erwähnen, dass jedes Gefährt funktionsbereit und fahrtüchtig ist. Und angemeldet. Herr Nielsen konnte zu jedem Teil, zu jeder Schraube oder Feder eine Geschichte erzählen und man hatte wirklich das Gefühl, er erzählt uns Geschichten und kleine Anekdoten aus der Familie. Irgendwie waren wir der Meinung, er ist hier mit allem verwachsen. Und wir durften an einem kleinem Stückchen aus seinem Leben teilhaben. Übrigens, ich möchte nicht den Dachboden vergessen, der Schätze in sich barg, die hier jeden Rahmen sprengen würden. Ich müsste noch tagelang schreiben, um alles aufzuzählen. Selbstredend dass auch Herr Nielsen einen Kaffeebecher bekam.

Ach, sowohl Herr Schwiontek, Herr Trede, wie auch Herr Nielsen, liessen uns wissen, dass wir immer gern wieder kommen dürfen.

Weiter ging dann die Fahrt zum Restaurant Deichgraf an der Arlau-Schleuse. Da wir alle unsere Speise im Vorwege bestellt hatten, wurden wir auch sogleich vom Team um Familie Kock bewirtet. Wir sassen gemütlich im Jagdzimmer. Das Essen war hervorragend, lediglich Ingo hätte gern etwas mehr auf dem Teller gehabt. Es wurde noch viel erzählt und gelacht und ich denke, es hat allen gefallen. Selbst wenn der eine oder andere auf der Heimreise dann auf Grunde von völlig verwirrten Navi´s den einen oder anderen Umweg gefahren ist.

Die Bilder hierzu findet ihr unter Events