7. Stammtisch und Treffen auf dem Schnuckenhof, Kaisborstel

Diesmal hat Gabriele die Tour geplant. Es ging in den Kreis Steinburg. Und hier in das kleine und beschauliche Kaisborstel.
Es reisten fünf Fahrzeuge mit insgesamt neun Personen an. Diesmal zeigte die Kennzeichen-Palette MED (Meldorf), zweimal IZ (Itzehoe), PI (Pinneberg) und PLÖ (Plön) an.

Der Schnuckenhof, ein landwirtschaftlicher Betrieb, geführt als Arche-Hof, war das genaue Ziel. Hier hat man sich auf die Zucht von alten Nutztier-Rassen, die alle in Robusthaltung leben, spezialisiert. Es gibt Heidschnucken, ungarische Wollschweine, ungarische Steppenrinder, Vorwerkhühner und noch einige andere Tiere wie zum Beispiel Pferde, Ziegen etc.

Zudem betreibt Familie List hier auch noch einen Hofladen.

Nachdem uns der Hausherr begrüsste hatte, wurden wir zunächst über Arbeit und das Zuchtprogramm des Hofes unterrichtet. Und die hier ansässigen Tierarten wurden grob vorgestellt.

Im Hinterhof, mitten zwischen Hühnern und Wollschweinen, erwartete uns ein deftiges Mittagessen. Kartoffelsuppe mit und ohne Wurst, Frikadellen und Bratwürstchen von Heidschnucke, Wollschwein oder Steppenrind. Dazu Kartoffelsalat und verschiedene Brotsorten, teilweise auch mit Kräuterbutter.

Dann übernahm Nadja, die Tochter des Hauses, die Führung über den Hof und durch die Anlagen. Beginnend mit zwei Wollschweinen und einer Heidschnucke namens Ragna, nebst zwei Lämmern. Weiter ging es zu den Vorwerkhühnern und zum Lämmerstall. Hier tummelten sich immerhin 18 Stück, die sich das Gebäude mit vier Pferden teilen. Letztere haben natürlich eigene Boxen.

Nun weiter quer über den Hof zu den Aussenanlagen. In zwei grossen Gehegen leben zwei Wollschweine. Wir wurden von Nadja genauestens über Rasse, Alter, Art,Färbung und Herkunft der Tiere aufgeklärt. Nach einem kurzen Fussmarsch erreichten wir dann eine sehr grosse und eingezäunte Weide, auf der etwa zehn Wollschweine zu sehen waren. Doch als Nadja dann mit ihrem Futtereimer über den Zaun stieg und ganz laut: Schweini ! rief, kamen urplötzlich von überall Wollschweine im Schweinsgalopp angelaufen. Insgesamt 26 Stück. Das war ein Gequiecke und Gegrunze. Ein saustarkes Bild und ein wahrer Augenschmaus.

Dann erwarteten uns auf der nächsten Weide neun Steppenrinder. Wirklich wunderschöne Tiere. Pure Kraft auf vier Beinen, denn so ein Tier kann gern bis zu 950 Kilogramm schwer werden, dazu die imposanten Hörner von bis zu 90 Zentimetern Länge.

Auf dem Rückweg zum Innenhof rief Nadja dann noch eine kleinere Truppe Heidschnucken, welche ebenfalls sofort angelaufen kamen. Es ist einfach schön, diese Harmonie zwischen Tier und Mensch so hautnah mitzuerleben.

Bevor wir nun zu Kaffee und Kuchen übergingen, überreichte Franz dem Florian, unserem jüngsten Mitglied, unseren Wander-Pokal für den Letzten. Ist doch komisch, bemerkte Franz, die, die am dichtesten wohnen, kommen immer als Letzte an.

Während wir uns dann über diverse leckere Kuchensorten hermachten, erzählt Nadja uns, dass der Schnuckenhof zur Zeit rund 450 Tiere hat.

Fazit: Vielen Dank an Gabriele, das war wirklich ein erlebnisreicher Spätsommertag bei herrlichem Wetter. Und gute Besserung an Frank und Heike, die diesmal nicht mit dabei waren.

Fotos gibt es wie immer unter
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