Grosse Ausfahrt, incl. Rügen-Rundfahrt

Nun war es endlich soweit, nach langer Planungsphase und einer Terminverschiebung, starteten wir unsere grosse Ausfahrt.
Doch ja, es ist viel Zeit ins Land gegangen, bis wir uns endlich zusammengefunden hatten, aber dafür war es doch um so schöner.
Es reisten sechs Fahrzeuge mit insgesamt zehn Personen an. Die Kennzeichen-Palette zeigte diesmal HEI (Heide), IZ (Itzehoe), PI (Pinneberg), zweimal PLÖ (Plön) und RZ (Ratzeburg).
Vorab noch ein speziellen Gruss an Ellen und Ineke, da die beiden aus widrigen Gründen nicht mitkommen konnten.
Freitag, 27.04.2012, fast strahlend blauer Himmel über Lübeck-Genin. Also ideale Bedingungen, was will man mehr? - Und alle waren pünktlich. Naja, bis auf Claus. Aber dafür wurde ihm von Frank auch ganz feierlich der berühmte Pokal des Letzten überreicht. Zudem stellte uns Ingo dann Franz und Anne vor, die Pateneltern von Ineke, welche als Gäste an der Ausfahrt teilnahmen.
Nun sollte es aber los gehen. In gemütlicher Fahrt ging es über die Autobahn A 20 bis Grevesmühlen. Hier verliessen wir dann die Autobahn und weiter ging es auf der B 105 über Barnekow, Gagelow und Wismar. Gleich hinter Benz verliessen wir die B 105 und schwenkten auf die L 10 ein. Weiter ging es über Züsow, Satow, Clausdorf, Kritzmow und quer durch Rostock, wobei wir unteranderem das berühmte Steintor passierten. Über die B 110 ging es dann nach Broderstorf. Am dem hiesigen Bauernmarkt machten wir unseren ersten Zwischenstopp. Es gab leckeren Kaffee, verschiedene Kuchen, Würstchen mit und ohne Kartoffelsalat, Milchreis und Soljanka. Ausserdem gibt es hier alles zu kaufen, was das Herz begehrt. Von "alt bis antik", von "Kitsch bis Kunst" , von "längst Vergessenem bis zu immer sehnsüchtig Gewünschtem". Tja, und es kam, was kommen musste, Ruth fand die schon immer gesuchte schöne runde Zinkgiesskanne und Anne verliebte sich sogleich in einen etwa 70 cm grossen Teddy-Bären. Und was soll ich sagen, Franz liess sich nicht zweimal bitten, der Teddy wurde gekauft.
Wieder auf der B 110 wechselten wir dann kurz hinter Sanitz auf die L 19. Vorbei an einer Dammwild-Farm kamen wir dann nach Bad Sülze. In Tribsees ging es dann weiter auf der L 192 über Drechow, vorbei an Franzburg bis nach Richtenberg. Hier legten wir einen weiteren kleinen Zwischenstopp ein, denn Claus wollte noch zur örtlichen Sparkasse. Auf dem angrenzenden Parkplatz gibt es auch einen Brunnen, aber wir konnten Frank sehr schnell davon überzeugen, nicht von dem brauen Wasser zu trinken. Die letzte Etappe des Weges führte uns dann nach Berthke, wo Frau Rieck schon vor der Pension auf uns wartete. Nach dem dann ein jeder sein Zimmer hatte, zeigte sich wieder der grossartige Teamgeist unserer Truppe. Die Frauen bereiteten schnell die Salate und deckten die Tische ein, welche die Männer vorher umgestellt hatten. Ausserdem heizten wir den uns zur Verfügung gestellten Grill ein, denn alle hatten mächtig Hunger. Hierbei möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass Franz und ich noch einmal kurz zur nächsten Tankstelle fuhren, da Anne lieber Rotwein trinken wollte. Tja, und da ich "nur" Wasser, div. Erfrischungsgetränke und Bier besorgt hatte, muss der Rotwein eben noch gekauft werden. Nun wurde erstmal richtig geschlemmt. Puten- und Schweinefleisch, Wurst, Brot, Kräuterbutter, sowie div. Salate fanden schnell dankbare Abnehmer.
Und nach dem Essen? - Da sollte es dann noch ein kleinen Spaziergang geben.
Doch plötzlich fuhr Ingo sein Auto quer vor die Eingangs-Tür der Pension, liess die Scheiben herunter, grinste nur und schaltete seine Musikanlage an. Es ertönet die Gruppe: Nazareth (meine Lieblingsgruppe). Und dann kamen auch noch Frank und Heike mit einem riesigen Geschenk, 70 x 50 cm, auf mich zu. Ein Foto meines 190er, heimlich aufgenommen 2011 in Bad Wildbad, im Glasrahmen mit Widmung und unterschrieben von allen. Ob ihr es nun glaubt oder nicht, ich war zu Tränen gerührt. Hier noch einmal ein besonderer Dank an euch alle.
Nach dem kleinen Spaziergang, vorbei an einem Teich mit unzähligen Fröschen, genossen wir die laue Frühlingsnacht in gemeinsamer Runde, bis dann auch der Letzte gegen Mitternacht im Bett verschwunden war.
Samstag, 28.04.2012, pünktlich um 9 Uhr stand das Frühstück für uns bereit. Frau Rieck hatte sich wirklich sehr viel Mühe gegeben.
Um 10 Uhr war es dann soweit: die grosse Rügen-Rundfahrt. Quer durch Steinhagen, Gabrieles Geburtsort und ehemaliges Heimatdorf, durch Negast bis nach Stralsund. Über die alte Drehbrücke im Stralsunder Hafen dann weiter über den alten Rügendamm. Vorbei an zig Heringsanglern, welche alle auf der Klappenbrücke standen. Laut Frank hatte einer sogar drei Stück am Haken. Auf Rügen befuhren wir dann die L 29 über Gustow, Poseritz, Neparmitz und Puddemin. Hier machten wir dann noch einen kleinen Abstecher nach Schabernack, natürlich mit Fotostopp, und Dumsewitz. Weiter ging es über Graz, Puttbus, Zirkow und Karow nach Prora. Hier besuchten wir das Eisenbahn & Technik Museum. Einer der Höhepunkte hier ist die 250t schwere russische Schnellzug-Lok P36-0123. Mit über 30m Länge und 5,20m Höhe auch die grösste Dampflok Europas. Franz wollte diese gleich mitnehmen. "Das Haus kommt weg, dann haben wir dafür genug Platz im Garten." - Walter hingegen war mehr von der Deutz-Lok begeistert. Aber es gibt neben Eisenbahnen auch noch noch Nutzfahrzeuge, Pkw´s und vieles mehr zu bestaunen. Weiter ging die Fahrt auf der L 29, der L 303, sowie der L 30 über Sassnitz, den Nationalpark Jasmund und Glowe auf die Scharbe. Selbstverständlich mit kurzem Zwischenhalt am Ostseestrand. Und ja, es wurde Muscheln und Steine gesammelt. Eventuelle Bernsteinfunde sind mir aber nicht bekannt. Wieder auf der Landstrasse ging es dann weiter über Juliusruh, Altenkirchen und Wiek zum Herrenhaus Bohlendorf. Unsere Fahrzeuge stellten wir standesgemäss im Rondell vor dem Haupteingang auf. Drinnen erwartete uns leckerer Kaffee in allen Variationen und dazu schmackhafter Kuchen. Auch noch einmal vielen Dank an das Personal für die herzliche Aufnahme.
Anschliessend ging es dann über die Wittower Fähre durch Trent, Ginst und Dreschvitz über Mölln, Rothenkirchen und Rambin nach Altefähr. Kurzer Halt direkt an der Mole. Dann zurück nach Stralsund. Mitten in die Altstadt mit kurzer Führung durch das historische Rathaus. Also direkt am alten Markt. Nach einer Fahrt kreuz und quer durch diese Hansestadt führte uns die Route dann nach Krummenhagen. Das Team der Back- u. Brauscheune Rumpelstilz erwartete uns bereits. Denn hier war eine festliche Tafel für uns eingedeckt und es gab alle möglichen Leckereien für uns. Verschiedene Fleischsorten, Kartoffeln, Gemüse und natürlich die leckere Sonne, ein Bier, das nur hier gebraut wird. Wie nicht anders gedacht, blieb bis auf ein, zwei Kroketten, rein gar nichts über.
Zurück in unserer Pension verlebten wir dann noch einen tollen Abend, wobei mir Walters Worte noch in den Ohren sind: "Ich hätte nie gedacht, dass Rügen so hügelig ist." Alles in Allem war es ein traumhafter Tag mit herrlichsten Wetter und ich denke, es hat jedem gefallen. Die Letzten waren wohl so gegen 1 Uhr im Bett.
Sonntag, 29.04.2012. Gegen 9 Uhr, gemeinsames Frühstück. Und dann machte sich wieder jeder auf den Heimweg. Die einen nahmen hierfür die nahe A 20, andere wählten den Rückweg über die B 105.

Fazit: Ein traumhaftes Wochenende mit vielen Höhepunkten, dass wir sicher so schnell nicht vergessen werden.

Ach, und in eigener Sache: Ihr seit echt eine tolle Truppe, noch einmal vielen Dank!

Bilder hierzu findet ihr unter Events.