Von Schattin über Schlagsdorf, zum Schloss Johannstorff, an die Ostsee und zum Gutshaus Redewisch

Die zweite Ausfahrt 2010, diesmal von Kristian geplant und ausgearbeitet, war traumhaft schön, forderte aber auch vollen Einsatz von Mensch und Fahrzeug.
Traumhaftes Wetter, eine durch und durch motivierte Mannschaft, kulturelle und kulinarische Höhepunkte, sowie einige kuriose Streckenabschnitte, welche höchsten Einsatz von Mensch und Maschine verlangten, dass war unsere zweite Ausfahrt.
Diesmal reisten sechs Fahrzeuge mit insgesamt zehn Personen an. Es hatten zwar auch noch Michel und Rene zugesagt, aber beide sind leider nicht erschienen. Die Kennzeichen-Palette zeigte diesmal HEI (Heide), HL (Hansestadt Lübeck), IZ (Itzehoe), PI (Pinneberg), PLÖ (Plön) und RZ (Ratzeburg).
Treffpunkt war um 11:30 Uhr der Hof "Alte Zeiten" in (23923) Schattin. Im Landkreis: Nordwestmecklenburg, also im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.
Ich hatte extra noch eine Anfahrtskarte veröffentlicht, damit das Dörfchen auch jeder findet, aber um es gleich vorweg zunehmen, der Einzige, der sich bei der Anreise verfahren hatte, war ich selber. (dies brachte mir aber den kleinen grünen (Wander-)Pokal des "Letzten" ein)
Das Team um Familie Koop servierte uns den obligatorischen Kaffee und reichte überdimensionale Tortenstücke dazu.
Gegen 12:30 Uhr fuhren wir dann wieder los.
Von Schattin aus über, bzw. quer, durch Utecht nach Schlagsdorf. Hier machten wir den ersten Stop und besichtigten das Grenzhus. Das ist ein Museum, welches mit Fotos und Exponaten, sowie Zeitzeugen, an die innerdeutsche Teilung und das Leben im damaligen DDR-Sperrgebiet und an der Grenze erinnern will. Dank organisierter Führung erfuhren wir viel Wissenswertes, was die Westler unter uns erschauern liess und bei den Ostlern wurde so manche unschöne Erinnerung wieder geweckt.
Weiter ging es dann in Richtung Schönberg, mit kleinem Zwischenstop auf einem Parkplatz zwecks Fototermin und weil Kristian es gut mit mir meinte, denn ich hatte meine Rauchwaren daheim vergessen. Aber hier gab es nichts zu kaufen. (nochmal Dank an Heike und Frank).
Das nächste Ziel war dann das Wasserschloss Johannstorf(f), oberhalb von Dassow. Ein 1743 erbauter zweigeschossiger Backstein- und Putzbau mit prunkvollem Eingangsportal und gut erhaltenem Wappengiebel. Reste des alten Wirtschaftshofes und das alte Torhaus sind noch vorhanden. Das Schloss ist in privatem Besitz und müsste dringend umfangreich saniert werden. Übrigens, hier wurde auch der Film: "Das weisse Band" gedreht. Wir waren uns sogleich einig, dieses Gut nebst Gebäuden zu übernehmen und es zum Stammsitz der MB Vereinigung-Schleswig-Holstein zu machen. Nach Überprüfung unser Barschaft mussten wir aber feststellen, dass uns doch das nötige Kleingeld fehlt. Jedenfalls zur Zeit. Wehmütig nahmen wir dann Abschied von "unserem" Schloss samt Wassergraben und Garteninsel.
Die nächste Etappe führte uns dann zu einem kurzen Abstecher an die Ostsee. Ja, ich war sogar mit den Füssen im Wasser. Anzumerken wäre hier nur noch, dass wir den Parkautomaten überhaupt nicht verstanden haben und uns deshalb auch keine Parktickets lösten. Aber ich denke, die Gemeinde wird es verschmerzen können, war ja eh nur knapp 30 Minuten.
Wieder am Parkplatz angekommen, hatten doch alle inzwischen reichlich Hunger bekommen.
Ja, und nun kam das absolute Highlight der ganzen Tour. Denn Ziel war das Gutshaus Redewisch. Hier war ein Tisch für uns reserviert. Aber dazu musste man erstmal dahin kommen. Eine Fahrt über Stock und Stein, mitten durch einen dichten Wald, auf extrem staubigen Wegen. Hier war das ganze Geschick der Fahrer gefordert. Die Rallye Paris - Dakar ist ein Witz dagegen. Aber was ein echter Mercedes Benz ist, der meistert solche Hürden mit links.
Im Gutshaus Redewisch würde uns dann fürstlich aufgedeckt und ich denke, alle sind gut und reichlich satt geworden.
Ein ganz besonderes Kompliment noch an Heike, die trotz lädiertem Fuss und Gehhilfe alle Strecken und Fussmärsche hervorragend bewältigte. Ebenso an Ellen, (Muttern), die, obwohl sie die Älteste ist, immer mit vorneweg war. Es ist einfach schön, wenn jung und alt gemeinsam Spass haben.

Also, um es erneut zu betonen, was Kristian und sein Vater, der leider nicht mit dabei war, hier für eine sagenhafte Tour aufgestellt haben, erfordert jeden Respekt und Dank.
Einfach klasse.

Die Bilder hierzu findet ihr unter Events