Von Lankau über Mölln, zur LOG in Linau und zur Erlebnisbahn nach Schmilau

Die Planung unserer ersten grossen Ausfahrt 2011 lag voll und ganz in den Händen von Frank und Heike. Und beiden haben sich mächtig ins Zeug gelegt.
Ein "Heimspiel" sollte es werden. Mal eben schnell eine Strecke mit einigen Schmankerln zusammenstellen und gut ist. - Aber weit gefehlt, denn die beiden haben ganz fix gemerkt, dass da reichlich Arbeit hinter steckt.
Doch wie bereits eingangs gesagt: Diese Tour war einmalig, es hat allen riesigen Spass gemacht und wird uns unvergesslich bleiben.
Es reisten vier Fahrzeuge mit insgesamt acht Personen an. Die Kennzeichen-Palette zeigte diesmal HEI (Heide), IZ (Itzehoe), PI (Pinneberg) und RZ (Ratzeburg).

Zum Auftakt trafen wir uns um 11 Uhr auf Vokuhls Bauernhof im Café Lankau. Noch auf dem Parkplatz musste ich dann erkennen, dass Holzschilder fester und massiver sind, als automatische Antennen. Ein kurzer Ruck und es war um die Antenne geschehen. Naja, Hauptsache kein Lackschaden. Weiter überreichte Walter ganz stolz und voller Würde unserem Claus den Wanderpokal für den "Letzten". Ehre, wem Ehre gebührt.
Dann ging es aber ab auf die sehr schön eingedeckte Terrasse. Hier wurde uns ein herrliches Frühstück serviert. Familie Vokuhl hatte wirklich richtig aufgefahren. Wurst, Käse, verschiedene leckere Brotsorten, kräftiger Kaffee und alles so nett angerichtet. Eben ein Frühstück wie bei Muttern.
Frisch gestärkt ging es dann weiter nach Mölln. Erstes Ziel hier war die MIKA GmbH. Hier werden Oldtimer aller Art liebevoll, fachmännisch und nach originalen Vorgaben der jeweiligen Hersteller restauriert. Herr Blossfeldt, der Geschäftsführer, lud uns in die heiligen Hallen zur Besichtigung ein. Hier steht ein Schätzchen neben dem anderen. Man konnte sich gar nicht sattsehen. Sei es nun Mercedes, Rover, Porsche, VW oder oder ... Nicht ganz ohne Stolz erzählte uns dann Herr Bobzin, ein langjähriger Mitarbeiter, dass hier auch der berühmte Mercedes-Benz Renntransporter, (das Original war von 1954), auch genannt: Das Blaue Wunder, komplett nachgebaut wurde. Nicht nur sämtliche Karosserie- und Technikarbeiten wurden hier durchgeführt, sondern auch die komplette Fahrzeugstatik, die Lenkgeometrie usw. wurden errechnet und gezeichnet. Zum anderen ist gerade das Vorserienmodell des Mercedes Benz 300 S mit der Fahrgestellnummer 2 in Arbeit. Es besticht u.a. durch diverse fahrzeugspezifische Besonderheiten. Übrigens, in Serie ging und gebaut wurde dieser Wagen dann von 1951 und 1955.
Weiter ging es dann zu Fuss zum Rathausplatz, genauer zu Till Eulenspiegel, welcher 1300 in Kneitlingen am Elm geboren und um 1350 hier in Mölln verstorben ist. Ach, der Name Eulenspiegel lautet richtig Ulenspegel. Also wörtlich übersetzt: Ulen = kehren (kennen wir ja von Handeule und Kehrblech) und Spegel = waidmännisch der Spiegel, also das Hinterteil. Mit anderen Worten: klei mi ann Mors oder eben: leck mich am A... - Viel wichtiger aber war doch die Tatsache, dass jeder von uns dem Till am Daumen gerieben hat, denn das bringt ja bekanntlich Glück.
Zurück bei den Autos ging die Fahrt dann weiter zur LOG nach Linau. Die Linauer Oldtimer-Gemeinschaft e.V. befasst sich mit dem Erhalt von Fahrzeugen und Maschinen aus der "guten alten Zeit". Das Gebäude der Familie Griese wurde kurzerhand zum Museum umgebaut. Hier besichtigten wir die Ausstellung: Vun Hus un Hoff. Herr Griese führte uns persönlich herum. Und er hatte zu fast jedem Stück eine Geschichte zu erzählen, sei es die Wurstmaschine, das Bügeleisen, die Waschmaschine, der Tritt für den Schuhputzer, die Zweimann-Motorsäge oder oder ... - Anschliessend stärkten wir uns dann noch bei Kaffee und Kuchen, welche uns Frau Griese kredenzte.
Nächstes Ziel war dann die um 1595 von Lübeck befestigte mittelalterliche Zollstation von Rothenhusen. Denn hier mündet der Ratzeburger See in die Wakenitz. Und somit eignete sich diese kleine Insel hier damals hervorragend für den Betrieb einer Zollstelle.
Die letzte Etappe führte uns zum Erlebnisbahnhof in Schmilau. Hier gibt es unzählige Eisenbahnwaggons in allen Formen und Farben, Fahrraddraisinen, grosse - kleine - dicke - schiefe und ungewöhnliche Fahrräder und und ... Ja, und hier gab es auch ein deftiges Grill-Mahl, mit allem, was das Herz begehrt. Rind- Schwein- und Geflügelfleisch, ebenso wie knackige Würstchen und reichhaltige Salate. Ach ja, und eine ganz besondere Herrentoilette. Nein, wer von uns die besucht hat, verrate ich nicht.

Fazit: Eine Ausfahrt, die es wirklich in sich hatte. Noch einmal vielen Dank an Frank und Heike.

Bilder hierzu findet ihr unter Events.